Liebe Leute,
manche von Euch wissen es: Benni versucht grün zu werden. Jetzt haben die Parteifreunde eine Kleine Anfrage im Bundestag eingebracht, die mit falschen Behauptungen und polemisch gegen das Christival auftritt. Dazu musste ich mich äußern und habe das auch an gegebener Stelle getan.
Na und damit Ihr auch etwas davon habt, packe ich es Euch einfach in den Bolg.
Da ich über die Veranstaltung „Christival 08“. informiert bin und auch über die Presse die Kommentare kenne, die diesem Antrag zu Grunde liegen, halte ich es für angebracht, die aktuellen Fakten darzustellen.
- Christival ist ein Festival für Christen, das seit 1976 in unregelmäßigen Abständen und an unterschiedlichen Orten durchgeführt wird.
- Neben Gottesdiensten, Diskussionen, Konzerten usw. werden Workshops durchgeführt (vergleichbar dem Kirchentag)
- Das Christival 08 bietet ca. 250 Workshops an, (vom „Kochen für Freizeiten“ über „leidenschaftlich predigen“ oder „Warum heiraten, wenn leasen so einfach ist“ bis zu „Christen in China“ und „Zivilcourage“
- Ein geplanter Workshop mit angeblich „antihomosexuellem“ Inhalt findet nicht statt. Der als solcher empfunde wurde nach Protesten entsprechender Gruppen ersatzlos gestrichen, da die Veranstalter (auch die dieses geplanten Einzelworkshops) weder provozieren noch verletzen wollen.
- Das zitierte Zitat eines Gedichtes stellt wohl eher den Gemütszustand eines Menschen dar, der mit seinen homoerotischen Neigungen Probleme hat. Jedenfalls ist es nicht, wie in dem Schreiben quasi unterstellt, ein „Therapie“Konzept.
Das Schreiben wendet sich also gegen einen Workshop, der gar nicht stattfindet.
Wogegen wendet sich also der Protest?
- Allein gegen den Umstand, dass solch ein Workshop geplant war? Das kann doch nicht im Sinne von Meinungsfreiheit sein.
- Gegen die Auffassung, dass eine sexuelle Umorientierung möglich sein könnte? Das wendet sich meines Erachtens genau gegen die sexuelle Selbstbestimmung, für die gerade die Schwulen- und Lesbenbewegung eintritt. Sexualität ist Privatsache. Das bedeutet, dass Präferenzen keine Diskriminierung zur Folge haben dürfen. Allerdings bedeutet das auch, dass jeder für sich die Entscheidungsfreiheit haben muss, homosexuell oder heterosexuell oder sogar zölibatär zu leben. Dass jede dieser Lebensweisen Vor- und Nachteile, aber auch Probleme mit der Gesellschaft oder mit sich selbst zur Folge haben kann, ist ein Allgemeinplatz. Der umstrittene Workshop wandte sich an Menschen, die sich ihrer homosexuellen Neigung bewusst sind, die aber, aus was für persönlichen Gründen auch immer, diese Neigung nicht ausleben wollen. Was ist daran verwerflich?
- Gegen die Thematisierung der Homosexualität in kritischer Weise? Eine differenzierte Diskussion halte ich im Sinne der Meinungsfreiheit für dringend erforderlich. Gerade auch der Umgang mit islamisch geprägten Mitbürgern kann diesem Thema auf Dauer noch brennende Aktualität verleihen, da die Ablehnung von homosexuellen Praktiken auch im Koran eindeutig ist (in der Auslegung meines Wissens erheblich unumstrittener als in christlicher Theologie).
Die Kampagne gegen „Christival“, wie sie gerade geführt wird, liegt für mich unter „Koch-Niveau“. Ich erlebe sie als populistische Aktion auf Kosten einer Minderheit.
Was den Anspruch einer „Wissenschaftlichkeit“ angeht, gibt es und gab es immer schon verschiedene Ansätze. Gerade das bringt ja den Fortschritt, sonst wären wir alle schon von der Scheibe heruntergefallen. Selbst Irrwege bringen weiter. Was noch zu keiner Zeit weiter gebracht hat, ist die quasi inquisitorische Ablehnung abweichender Meinungen. (nicht nur im Bereich der Sexualethik, erwähnt sei die Frage nach der friedlichen Nutzung der Kernkraft)
Was den Begriff „fundamentalistisch“ angeht, der ja in unserem Sprachgebrauch inzwischen ausschließlich militant verstanden wird, ist dieser für die Veranstaltung „Christival“ unangemessen. Sollte er möglicherweise aus mangelndem Sprachgefühl „neutral“ gemeint sein, stellt sich mir die Frage, ob es in diesem Sinne eigentlich schon die Umschreibung „fundamentalistische Homosexuelle“ gibt.
Ich protestiere gegen dieses Schreiben und diese Kampagne, weil ich für Meinungsfreiheit und sexuelle Selbstbestimmung bin. Bisher hatte ich den Eindruck, diese demokratischen Grundwerte seien gerade in der Partei der Grünen Konsens.
Willkommen in meiner Gedankenwelt.Neben einfach und lachhaft finden sich bitter und ernst. Alles aber frech, fromm, fröhlich und frei. Viel Spaß beim Lesen und noch mehr beim Kommentieren.
Mittwoch, 13. Februar 2008
Mittwoch, 30. Januar 2008
Schmutzige Wäsche
Mit schmutziger Wäsche kenn' ich mich aus. Mit der meisten wird meine Miele (Nur Miele, Miele, rief die Tante, die alle Waschmaschinen kannte...ENDE der Werbung) ganz gut fertig. Schwieriger ist es mit der quasi virtuellen schmutzigen Wäsche, die in allen Vereinen, Gruppen, Kreisen, Nachbarschaften gewaschen wird.Da könnte ich zwar ein böses Liedchen von singen, lass es aber, denn gerade diese schmutzige Wäsche wird, wenn sie hin und her gewaschen wird, nicht sauberer. Was mich betrifft habe ich mir vorgenommen, diese Wäsche so gut wie möglich zu ignorieren, was nicht heißt, dass ich damit den Verursachern einen Persilschein (ACHTUNG, keine Werbung) ausstelle, sondern nur, dass ich mich einfach weigere mitzuspielen.
Merke: Wer sich beim Waschen schmutziger Wäsche nicht beteiligt
sollte sie sich auch nicht anziehen.
Merke: Wer sich beim Waschen schmutziger Wäsche nicht beteiligt
sollte sie sich auch nicht anziehen.
Mittwoch, 19. Dezember 2007
Deutsche Sprache?
Ich liebe die deutsche Sprache,
aber was musste ich heute Morgen auf der Verpackung meiner Zahnbürste lesen:
"ergonomischer soft grip"
Na dann....
aber was musste ich heute Morgen auf der Verpackung meiner Zahnbürste lesen:
"ergonomischer soft grip"
Na dann....
Mittwoch, 5. Dezember 2007
Freitag, 30. November 2007
Künstlerweihnacht
Morgen, Kinder, und übermorgen werden wir weihnachtlich zusammen feiern, die Künstler in der Galerie Art-Ist in Altenhagen mit den Malschülern. Wir werden dabei sein mit Gedichten und Liedern, mit Gottesdienst und Kaffeestube. Nicht die Marktschreier, nicht die Rufmörder, nicht die Oberkünstler, sondern nur wir: wir Künstler und Kleinkünstler, Freunde, die etwas miteinander machen möchten, Freunde, die etwas miteinander aufgebaut haben. Vorbeischauen, Kennenlernen und vielleicht Mitmachen. Dazu laden wir ein. Es wird eine gute Zeit.
Mittwoch, 12. September 2007
Eva Herrmann
Der NDR hat Eva Herrmann entlassen. Äußerungen über die positiven Aspekte des Hitler Regimes waren der Anlass. War es nicht richtig und gut, wie Mütter im Dritten Reich verehrt wurden?
Meine persönliche Meinung zu der ganzen Sache ist, dass man Mütter gar nicht hoch genug schätzen kann, wenn sie ihren Job (sorry, ich meine ihre Berufung) ordentlich machen. Das kann eine fulltime Sache sein und die sollte sogar anständig bezahlt werden.
Gegen Eva Herrmann habe ich, dass sie, eben eine Karrierefrau, das hohe Lied der Mutterschaft singt. Erstens ist sie nicht Vollzeit Mutter (jedenfalls vor ihrem Rausschmiss beim NDR nicht) und zweitens mangelt es ihr nicht an dem Geld, das zum Beispiel eine Kassiererin bei Aldi dazu verdienen muss. Es gibt eben immer wieder Eskimos, die den Bewohnern des Kongo sagen, wie sie sich verhalten müssten.
Was die Vergleiche mit NaziDeutschland angeht finde ich unerträglich, dass man sie immer mal wieder heranzieht, wenn's denn ideologisch passt. Was spricht eigentlich dagegen, Mütter und ihre Aufgabe zu ehren, und zwar nicht nur mit Lippenbekenntnissen sondern mit einem realen Einkommen? Ist dieses Anliegen an sich nicht schon wert genug, vertreten zu werden?
Das Gute im Bösen zu suchen birgt immer die Gefahr, dass das Böse verharmlost wird. Ob Eva Herrmann das tut, weiß ich nicht. Dazu veröffentlichte Kommentare haben zum Teil stark diese Tendenz.
Nicht vergessen: geehrt wurden nur Mütter, die rassisch einwandfrei waren. Jüdische Mütter, Zigeuner Mütter, politisch unliebsame Mütter wurden ermordet, oft gemeinsam mit ihren Kindern.
Hitler brauchte Soldaten für seine Kriege, darum wurde Mutterschaft geehrt - mit einem Blechkreuz, das die Mütter dann später auf die Gräber legen konnten...
Soweit zur "Ehrung der Mütter" in Nazi-Deutschland.
In unserem Land heute wünsche ich mir Mütter und Väter, die aufstehen und für das Ansehen der Elternschaft kämpfen und zwar demokratisch politisch! Außerdem wünsche ich mir, dass weder "Nur-Hausfrauen" als doof verachtet werden, noch berufstätigen Müttern unterstellt wird, dass sie ihre Kinder vernachlässigten. Ich wünsche mir, dass verschiedene Lebenskonzepte in der Gesellschaft so anerkannt und unterstützt werden, dass es jeder Frau leicht fallen könnte, sich für Mutterschaft zu entscheiden.
Dazu brauchen wir weder Nazi-Mutter-Kult noch Eva Herrmann.
Meine persönliche Meinung zu der ganzen Sache ist, dass man Mütter gar nicht hoch genug schätzen kann, wenn sie ihren Job (sorry, ich meine ihre Berufung) ordentlich machen. Das kann eine fulltime Sache sein und die sollte sogar anständig bezahlt werden.
Gegen Eva Herrmann habe ich, dass sie, eben eine Karrierefrau, das hohe Lied der Mutterschaft singt. Erstens ist sie nicht Vollzeit Mutter (jedenfalls vor ihrem Rausschmiss beim NDR nicht) und zweitens mangelt es ihr nicht an dem Geld, das zum Beispiel eine Kassiererin bei Aldi dazu verdienen muss. Es gibt eben immer wieder Eskimos, die den Bewohnern des Kongo sagen, wie sie sich verhalten müssten.
Was die Vergleiche mit NaziDeutschland angeht finde ich unerträglich, dass man sie immer mal wieder heranzieht, wenn's denn ideologisch passt. Was spricht eigentlich dagegen, Mütter und ihre Aufgabe zu ehren, und zwar nicht nur mit Lippenbekenntnissen sondern mit einem realen Einkommen? Ist dieses Anliegen an sich nicht schon wert genug, vertreten zu werden?
Das Gute im Bösen zu suchen birgt immer die Gefahr, dass das Böse verharmlost wird. Ob Eva Herrmann das tut, weiß ich nicht. Dazu veröffentlichte Kommentare haben zum Teil stark diese Tendenz.
Nicht vergessen: geehrt wurden nur Mütter, die rassisch einwandfrei waren. Jüdische Mütter, Zigeuner Mütter, politisch unliebsame Mütter wurden ermordet, oft gemeinsam mit ihren Kindern.
Hitler brauchte Soldaten für seine Kriege, darum wurde Mutterschaft geehrt - mit einem Blechkreuz, das die Mütter dann später auf die Gräber legen konnten...
Soweit zur "Ehrung der Mütter" in Nazi-Deutschland.
In unserem Land heute wünsche ich mir Mütter und Väter, die aufstehen und für das Ansehen der Elternschaft kämpfen und zwar demokratisch politisch! Außerdem wünsche ich mir, dass weder "Nur-Hausfrauen" als doof verachtet werden, noch berufstätigen Müttern unterstellt wird, dass sie ihre Kinder vernachlässigten. Ich wünsche mir, dass verschiedene Lebenskonzepte in der Gesellschaft so anerkannt und unterstützt werden, dass es jeder Frau leicht fallen könnte, sich für Mutterschaft zu entscheiden.
Dazu brauchen wir weder Nazi-Mutter-Kult noch Eva Herrmann.
Mittwoch, 29. August 2007
Ich bin dafür
Dagegen sein ist normal. Erst mal dagegen sein, man weiß ja nie. Nun sage ich mal deutlich: Ich bin dafür! Ich bin pro, Pro Christ, nämlich. Ich sehe meine Freunde lächeln, die mir sagen: Aber das wissen wir doch, Benni. Stimmt, denn ich bin schon einige Jährchen Pro Christ.
Aber was ist mit Euch? Wollt ihr nicht auch mal gegen den Trend dafür statt dagegen sein? Manchmal muss man erst ein Vorurteil knacken oder auch zwei. Manchmal fehlen einem ein paar Informationen. Manchmal könnte man einfach die Dinge in Frage stellen...
In Hagen haben sich einige ganz verschiedene Gemeinden zusammengetan (die Presse berichtete)und treffen sich zu Impulsabenden in der Stadthalle. Ja, es geht um Impulse, Denkanstöße, nicht um irgendeine Kirche oder einen Verein. Es geht um jeden einzelnen, sehr individuell.
Und weil man eben sehr individuell ist und ganz spezielle Ansichten hat, kann man ja halt manchmal einen Impuls brauchen um Dinge zu hinterfragen und eventuell weiter zu kommen oder eine Kurskorrektur vorzunehmen.
Genau solche Impulse kann man in den brillianten Reden von Ulrich Parzany hören. Heute zum Beispiel zu der nicht einfachen Frage: Das ist nicht zum Aushalten! - Warum lässt Gott all das Leid zu ? Gute Frage, wird auch immer wieder gestellt. Hier wagt sich jemand an die Antwort. Spannenend, oder?
Also ich war gestern Abend da und es war super. (Was ich, wie ihr, die ihr mich kennt, wisst, nicht zu jeder Veranstaltung sage.)
Und ich werde heute da sein und morgen und so weiter. Und ich würde mich freuen, wenn der eine oder die andere von Euch auch Zeit und Interesse hätte. CU (see you)
Hier noch ein Link: www.christus-erleben.de
Aber was ist mit Euch? Wollt ihr nicht auch mal gegen den Trend dafür statt dagegen sein? Manchmal muss man erst ein Vorurteil knacken oder auch zwei. Manchmal fehlen einem ein paar Informationen. Manchmal könnte man einfach die Dinge in Frage stellen...
In Hagen haben sich einige ganz verschiedene Gemeinden zusammengetan (die Presse berichtete)und treffen sich zu Impulsabenden in der Stadthalle. Ja, es geht um Impulse, Denkanstöße, nicht um irgendeine Kirche oder einen Verein. Es geht um jeden einzelnen, sehr individuell.
Und weil man eben sehr individuell ist und ganz spezielle Ansichten hat, kann man ja halt manchmal einen Impuls brauchen um Dinge zu hinterfragen und eventuell weiter zu kommen oder eine Kurskorrektur vorzunehmen.
Genau solche Impulse kann man in den brillianten Reden von Ulrich Parzany hören. Heute zum Beispiel zu der nicht einfachen Frage: Das ist nicht zum Aushalten! - Warum lässt Gott all das Leid zu ? Gute Frage, wird auch immer wieder gestellt. Hier wagt sich jemand an die Antwort. Spannenend, oder?
Also ich war gestern Abend da und es war super. (Was ich, wie ihr, die ihr mich kennt, wisst, nicht zu jeder Veranstaltung sage.)
Und ich werde heute da sein und morgen und so weiter. Und ich würde mich freuen, wenn der eine oder die andere von Euch auch Zeit und Interesse hätte. CU (see you)
Hier noch ein Link: www.christus-erleben.de
Abonnieren
Posts (Atom)